Folatvorkommen in verschiedenen Lebens­mitteln

Folat (Vitamin B9) ist ein wasserlösliches B-Vitamin und gehört zu den essenziellen Mikronährstoffen. Der Körper kann Folat nicht selbst in ausreichender Menge bilden, weshalb eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung notwendig ist.


Besonders in Phasen mit erhöhter Zellteilung – etwa in der Schwangerschaft, im Wachstum oder bei Kinderwunsch – spielt Folat eine zentrale Rolle. Eine unzureichende Versorgung kann gesundheitliche Folgen haben, insbesondere für die embryonale Entwicklung.



Warum ist Folat so wichtig?


Folat ist beteiligt an:

  • Zellteilung und Zellneubildung
  • Blutbildung
  • DNA-Synthese
  • Entwicklung des Nervensystems des Embryos

Ein Mangel in der Frühschwangerschaft erhöht das Risiko für sogenannte Neuralrohrdefekte beim ungeborenen Kind.



Natürliche Folatquellen in Lebensmitteln


Folat kommt vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Da es hitze- und lichtempfindlich ist, können beim Kochen Verluste entstehen. Eine schonende Zubereitung wird empfohlen.

 

Tabelle: Folatgehalt ausgewählter Lebensmittel

Empfehlung für Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere


Da der Bedarf in der Frühschwangerschaft erhöht ist, wird empfohlen:

  • Bereits bei Kinderwunsch mit der Supplementierung zu beginnen
  • 400 µg Folsäure täglich einzunehmen
  • Die Einnahme mindestens im ersten Trimester fortzuführen
  • Eine individuelle ärztliche Beratung einzuholen.

Mehr zum Thema

 

Die Broschüre „Folat – Das B-Vitamin (Folsäure)" der Bayerischen Folatinitiative erklärt ausführlich, wie viel Folat in welchem Lebensalter nötig ist, warum die Versorgung vor der Empfängnis entscheidend ist und welche Rolle Folat bei Krebs und Demenz spielt. Mit Rezeptbeispielen.